Theaterstücke
(Auszug aus dem Verlagsprogramm)
SEIN ODER NICHTSEIN
von
(nach Melchior Lengyel)
Die deutschen Nationalsozialisten haben Warschau besetzt. Eine Schauspieltruppe, deren Theater geschlossen wurde, setzt ihre Verwandlungskünste ein, um das Regime der Besatzer auszutricksen. Die Schauspieler wollen verhindern, dass der Nazispion Siletzky eine Liste mit Namen und Adressen polnischer Widerstandskämpfer der Gestapo in Warschau überbringt. Sie schlüpfen in die Rollen der deutschen Besatzer und lotsen den ahnungslosen Siletzky in ihr Theater. Die Aktion schlägt fehl: Siletzky bewahrt ein Duplikat der Liste im Hotel auf und bemerkt den Schwindel. Ein Spiel auf Leben und Tod, ein Spiel um Sein oder Nichtsein beginnt ...
2 D, 12 H, Grunddeko
UA Oktober 1999 Städtische Bühnen Nürnberg
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Blase, Barbie und der Poet
Komödie
von
Götz Loepelmann
Der haarlose nackte Hund 'Blase' wird von seinem Herrn, einem versoffenen Schuster, im Winter aus dem Haus geprügelt. Blase gerät in die Villa einer Witwe, die ihn verwöhnen möchte. Im Keller der Witwe macht Blase eine schreckliche Entdeckung: die Leichen ihrer Töchter liegen in einer Kiste. Nur die Tochter Barbie, zum Skelett abgemagert, lebt noch. Blase flüchtet mit ihr.
Sie geraten auf ein Auswandererschiff und fahren übers Meer. Das Schiff wird von einem U-Boot versenkt. Der ebenfalls schiffbrüchige Poet rettet sie auf seinem Cello. Auf einer einsamen tropischen Insel treffen sie auf aggressive und seltsam verkrüppelte Ureinwohner. Ein Hubschrauber mit amerikanischen Wissenschaftlern verhindert das Schlimmste. Auf der Insel werden die Einwohner durch radioaktive Perlenketten genetisch so deformiert, dass sie für spezielle Aufgaben in der Industrie eingesetzt werden können. Gerade beginnt die Ernte der Eingeborenen. Alle werden in ein großes Labor geflogen, wo man Experimente mit Barbie macht. Im synthetischen Urschlamm soll sich wieder Fleisch auf ihre Knochen legen. Als die Umwandlung schon fast gelungen ist, rettet Blase seine Geliebte aus dem Brei. Sie fliehen.
Die drei, der Poet, Barbie und Blase, führen ein kümmerliches Leben in einem Stadttheater, in dem der Poet als Nachtportier arbeitet. Als das Miteinander unter solchen Umständen scheitert, trennen sie sich. Allein und einsam finden sie aber doch wieder zusammen und gehen auf die Suche nach einem anderen, einem besseren Leben.
Eindringlich beschreibt Götz Loepelmann in seinem neuen Stück das Leben dreier Existenzen, die in der Welt des Reichtums und Überflusses verzweifelt nach Menschlichkeit suchen.
2 D, 4 H, Grunddeko
UA Frei!
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DAS LEBEN WIE IM FILM
nach dem Film
LIFE ACCORDING TO AGFA
von Assi Dayan
Für die Bühne bearbeitetvon
Armin Petras und Phillip Stölzl
Treffpunkt für Tel Avivs vielschichtige Gesellschaft ist die Nachtbar "Barbie". Während auf den Straßen der Aufstand der palästinensischen Araber tobt, versucht die Barbesitzerin Dalia zumindest in ihrem Lokal für eine friedliche Atmosphäre zwischen ethnischen Gruppen, Soldaten, Zuhältern, Dealern, Prostituierten und Polizisten zu sorgen. Das allerdings gelingt ihr selten. Ihr größtes Problem aber ist die Einsamkeit und ihre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Nur ihre Beziehung mit einem verheirateten Filmproduzenten, der sie nachts für drei Stunden besucht, hält sie am Leben. Ihre Mitarbeiter können ihr nicht helfen. Durch die tägliche Gewalt sind sie abgestumpft und sind selber auf der Suche nach einem Fetzen Glück.
Auf kleinstem Raum führt Assi Dayan Menschen mit ihren Schicksalen und Träumen zusammen. Nüchtern beschreibt er den nervenaufreibenden Alltag in Tel Aviv.
UA 1997, Schauspiel Leipzig (Neue Szene)
4 D, 7 H, Statisten, Grunddeko
Der Film "LIFE ACCORDING TO AGFA" ("Das Leben wie von Agfa bezeugt") des israelischen Regisseurs Assi Dayan (Sohn von Mosche Dayan) wurde 1994 bei der Berliner Berlinale mit großem Erfolg dem deutschsprachigen Publikum vorgestellt. Das Werk gewann neun Preise der israelischen Filmakademie und wurde ein Kassenschlager in Israel.
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Tagebuch eines Wahnsinnigen
von
Rainer Herzog
(nach einer Novelle von Nikolaj Gogol)
Aus dem Russischen von Jens Baumgardt
1 H, 1 Deko
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Der Ehrenbürger
von
Bearbeitung von Jan Mendell
Über zwanzig Jahre hat Werner Peters der Stadt Geld gespendet. Vielen Mitbürgern konnte er aus der Klemme helfen. Nun möchte sich die Stadt bei ihm bedanken und ihn zum Ehrenbürger ernennen. Aber Peters lehnt ab. Die Stadtväter sind empört. Da erklärt Peters, dass er das gespendete Geld aus einem Bankraub hat. Die Kleinstadt steht Kopf.
Eine satirische Komödie. Wie aus dem täglichen Leben.
3 D, 7 H, Grunddeko
DE: 1963, Hansa Theater Berlin
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Hilfe, Arzt im Haus
Ein Stück
von
Maurice Desmazures
Aus dem Französischen von Gunhild Wesselmann
Während sich Senator Renaud vorbereitet, mit seiner Frau Martine zu einem Kostümball zu gehen, wird er plötzlich von heftigen Schmerzen geschüttelt. Seine Frau ruft einen charmanten Arzt aus der Nachbarschaft. Der stellt eine Diagnose, doch der Zustand des Patienten verschlechtert sich. Martine läßt den renommierten Professor Rivette kommen. Die Beziehung zwischen den beiden Ärzten, anfangs ausgesucht höflich, verkehrt sich in Rivalität. Der zweite weist die Diagnose des ersten zurück ohne seinerseits eine zu stellen. Seine Theorie: man muß die tiefere Ursache für die Krankheit finden.
Ein dritter Arzt, eine junge Frau, kommt. Sie erkennt die Krankheit, an der Renaud leidet, aber ihre Versuche, ihre Lösung durchzusetzen, stoßen auf Unverständnis und auf Feindseligkeit der anderen Ärzte. Der Ausgang ist fatal, während die Ärzte ihren Vorteil aus der Situation ziehen.
2 Damen, 3 Herren, 1 Deko
UA FREI!
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DER FALL HENRIETTE C.
Schauspiel
von
Peter Huth
Am 16. März 1914 erschoss die Ehefrau des französischen Finanzministers Joseph Caillaux den Chefredakteur Gaston Calmette von der Tageszeitung 'Le Figaro'. Das Gericht sprach Henriette Caillaux aber frei. Motiv, Mord und Urteil sorgten für großes Aufsehen. Mehrfach wurde der Fall auch verfilmt. Zuletzt 1985.
Peter Huth setzt sich mit diesem spektakulären Mord aber nur am Rande auseinander. Ihn interessiert, wie es zu der Tat kommen konnte. Er untersucht die Beziehung zwischen dem kühlen Intellektuellen Caillaux und der aus ihren Gefühlen heraus handelnden Henriette. Über ihren Mann versucht Henriette, die Politik verständlicher, menschlicher zu gestalten. Das aber ist verhängnisvoll.
3 D, 10 H, Grunddeko
UA frei !
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VILLA KLEDITZ
von
Roland Henschke
Ihre nationalistisch-rassistischen Ziele in Kunst und Politik kann die 70jährige Hausherrin Luise Kleditz geschickt verdecken. Ihr Sohn allerdings weiß, mit welchen Leuten sie sich umgibt. Als aus dem Museumsdepot Bilder der Staatskunst des Dritten Reiches gestohlen werden, wird er als Staatsanwalt mit der Untersuchung beauftragt. Er ist wenig überrascht, dass die Spuren zu seiner Mutter führen. Er nimmt den Kampf gegen die Drahtzieherin auf.Mit diesem politischen Stück, in dem sich zwei Generationen einen unerbittlichen Kampf bieten, hat Roland Henschke ein nüchternes Protokoll der Gegenwart erstellt.
Für VILLA KLEDITZ wurde ihm der Autorenförderpreis des baden-württembergischen Ministeriums für Familie und Kunst zugesprochen.
4 D, 4 H, 2 Deko
UA 02.07.1994 Theater Baden-Baden
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KENNST DU DAS LAND...
von
Krikor Melikyan
Einakter
Sie weiß nicht warum und in welchem Gefängnis sie sitzt. Terrorismus wirft man ihr vor. Beweise gibt es nicht. Ein Anwalt wird ihr verweigert. Ihre Briefe werden nicht nach außen befördert. Sie ist der Staatsmacht ausgeliefert.
UA FREI!
1 D, 2 H, 1 Deko, Spieldauer ca. 1 Stunde
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Aus dem Bulgarischen von Rumjana Hilpert
Die Eltern haben den Halt in einer sich verändernden Gesellschaft verloren. Die Mutter sucht Arbeit, der Vater verkriecht sich hinter der Zeitung. Nachts zieht er durch die Straßen, er hat Angst, zu hause zu ersticken. Die Kinder wirken wie traumatisiert: Stan, ein angehender Architekt, scheint seine Pläne kaum zu realisieren. Nina, deren Bedürfnis nach Liebe in der Familie niemals gestillt wurde, versucht als einzige, die Familie in Balance zu halten.
3 D, 2 H, 1 Deko
UA frei!
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Die Besessene
von Mark Galesnik
Aus dem Russischen von Peter Friedrich
Eine junge Lehrerin kämpft gegen die Umtriebe krimineller neo-faschistischer Jugendbanden und wird dabei zum Opfer. Das Stück beschreibt Probleme der Jugend, die von der Gesellschaft weder Ideale noch Lebensträume vermittelt bekommt.
Nach erfolgreicher Uraufführung am Theater "Wanemuine" (in estnischer Sprache) wurde das Stück in Omsk, Woroschilowgrad, Tomsk und Moskau nachgespielt.
5 D, 6 H, Grunddeko
DE 1992 Schauspiel Leipzig; Regie: Constanze Lauterbach
Die Inszenierung wurde 1993 zum 30. Berliner Theatertreffen eingeladen.
Filmausschnitte von der Leipziger Aufführung.
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Zum 200. Geburtstag
Darwins Reise
Ein Bilderbogen
für Jung und Alt

von Götz Loepelmann
Darwin begibt sich auf eine Expedition rund um die Welt, um Pflanzen, Vögel, Fische, Insekten und fremde Kulturen zu erforschen. Auf seiner abenteuerlichen Reise durch tropische Landschaften, Urwälder, den Galapagos Inseln, trifft er auf Wilde, Don Juan, Carlos, schiesswütige spanische Reiter, auf Inkas, auf Robinson und Freitag und auf Kolumbus. Aber seine Forschungsreise ist eine Reise durch unseren Alltag.
Götz Loepelmanns poetische Reisebilder zeigen eine Gesellschaft, in der Idealismus, Phantasie und Mut zu neuen Erkenntnissen verloren gegangen sind.
UA 1974 Schauspielhaus Bochum
Doppelbesetzungen, mind. 10 Schauspieler, Grunddeko
Am 12. Februar 2009 wäre Darwin 200 Jahre alt geworden.
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Das Stück wurde als ukrainischer Beitrag für den 1. Europäischen Dramatiker Wettbewerb nominiert.
UA: 21. Oktober 1995, Staatstheater Stuttgart (Theater im Depot), Regie: Andrej Kritenko
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Die Störche gehen, die Kälte kommt
Die estnische Autorin Merle Karusoo versammelt in diesem Stück über ein Dutzend Lebens-läufe aus sieben Generationen ihres Volkes. Es entsteht ein eindrucksvolles Panorama geleb-ten Lebens über das gesamte letzte Jahrhundert hinweg. Die Schilderungen reichen von der ersten freien Republik Estland über die Zeit der deutschen Besatzung und der stalinistischen Deportationen, der Jahre als Sowjetrepublik und die erneute Staatsgründung 1991, bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Im Mittelpunkt der Porträts stehen Erfahrungen mit Liebe, Ehe und Sexualität, die aufgrund der Nüchternheit, mit der sie erzählt werden, umso eindringlicher berühren.
7 D, 8 H 1 Deko
DE FREI !!!
Textauszug PDF
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Verzweifelt über
ihre Erlebnisse in Paris, will die noch unberührte Colette aus Orléans
in die Seine springen. Jeder Arbeitgeber wollte mit dem attraktiven Mädchen
nur ins Bett. Der alte Dockarbeiter Servien, der sich mit Lebens-müden
auskennt, entdeckt sie gerade noch und gibt ihr ihren Lebensmut zurück.
Zufällig finden sie die gestohlene Brieftasche des kleinen Bankangestellten
Touchard mit einem Lotterielos. Am nächsten Tag bringt Colette den
Fund dem Besitzer zurück und ist sofort in ihn verliebt. Übermütig
kommt sie auf die Idee, sich von dem Bankhaus als Jungfrau einer Lotterie
verlosen zu lassen. Schlagartig wird sie zur begehrtesten Frau von Paris.
Eine leicht frivole musikalische Komödie mit dem Charme der Zwanziger.
In der Benatzky-Monographie "Es muß was wunderbares sein" schreibt
Fritz Hennenberg:"Benatzky leidet mit Colette und hat ihr einige seiner
schönsten
musikalischen Eingebungen in den Mund gelegt".
4 D, 8 H, Chor, Grunddeko
DSE: 25. September 1998, Staatstheater Kassel
Textauszug
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Supermann
Eine pessimistische Komödie
von Götz Loepelmann
Wie auch in "Darwins Reise" steht bei SUPERMANN der Mensch im Zentrum, dem es nicht gelingt, der Einsamkeit zu entrinnen. Auch Supermann kann da nicht helfen. Doch in allen Szene spürt man die Sehnsucht Loepelmanns, diese Isolation aufzubrechen.
Mind. 10 Schauspieler, 1 Deko
UA 1975 Schauspielhaus Bochum
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Keiner weiß, warum Bror seinen Vater erschossen hat. Er wird in die Psychiatrie gebracht. Aber auch da kann man mit seinen wirr gestammelten Sätzen nichts anfangen. Seine Schwester Sista, die Bror oft vor den Attacken des Vaters beschützt hat, kommt aus Amerika zurück. Sie erinnert sich an den stark dominanten Vater und mit Grauen denkt sie daran, wie oft ihr Vater sie sexuell mißbraucht hat. Sie will, muß mit ihrem Bruder sprechen, um zu verstehen, was passiert ist. Ihre schwache und alles erduldende Mutter kann ihr dabei nicht helfen.
Elías S. Jónsson hat ein aufrüttelndes Stück über Gewalt und Machtmißbrauch in der Familie geschrieben, das gerade in dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit verdient.
3 D, 4 H, Grunddeko
Textauszug PDF
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Ein
Wochenende mit ihrem Liebhaber will Margoscha, eine wohlhabende verheiratete
Frau aus Petersburg, in Moskau verbringen. Doch in Rußland sind Hotels
mit getrennten Mehrbettzimmern für Frauen
und Männer üblich. Nur verheiratete Paare dürfen sich ein
Zimmer teilen. Um die Nacht gemeninsam verbringen zu können, beschliessen
die Liebenden, Wowotschkas jungen Bettnachbarn David gegen Bezahlung in
Margoschas Zimmer zusammen mit der Ingenieurin Lilja zu verfrachten. David,
ein junger jüdischer Philologe auf dem Weg nach Chicago, um dort eine
Erbschaft anzutreten, verliebt sich sogleich in Lilja, doch die stößt
ihn zurück. Damit ist auch die Liebesnacht von Wowotschka und Margoscha
in Gefahr.
Mit Witz erzählt Elena Popowa von den Freuden und Leiden von Menschen,
die tagtäglich mit widrigen Lebensumständen kämpfen müssen.
2
D, 2 H, 1 Deko
DSE: 2. Mai 1997, Dresdner Brettl
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Alptraumartig
beschreibt sie die Erinnerung an ihren Mann. Schuldlos wurde er für
sie zum Inbegriff der Gewalt. Als er eines Tages einen Käfer zertritt,
befürchtet sie, von ihm ebenfalls zertreten
zu werden und flüchtet mit ihrer Habe in die Küche. Auch nach seinem
Tod fühlt sie sich noch von ihm verfolgt. In jedem männlichen
Wesen vermutet sie ihren Mann, der sich ihr in Verkleidung nähert.
Als eines Tages ein neuer Mieter das Haus bezieht, gerät sie in Panik.
1 D, 1 Deko
Textauszug PDF
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Alt
ist sie geworden, bewegungsunfähig, ein Pflegefall
der Tochter. Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen sie unablässig.
Aufmerksamkeit fordert sie und Beteiligung bei den kleinsten Ereignissen.
Ihre ständigen Hilferufe sind nervenaufreibend. Sterben wird sie bald.
1 D, 1 Deko
Textauszug PDF
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Sein Sohn hält ihn für "meschugge", die Schulbehörde hat ihn fristlos entlassen, in der Psychiatrie wird er vom befragenden Arzt nicht richtig verstanden. Dabei ist für ihn alles deutlich: seine Wortschöpfungen sind exakt, sein Wissen als Vogel über Flugtechniken enorm und seine Fähigkeiten als Fluglehrer für seine Schüler unbegrenzt. Doch ein Schüler stürzte bei den Flugübungen in den Tod. Unter größten Qualen bittet er, wieder in den Schuldienst zu dürfen.
2 H, 1 Deko
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In Armut und Einsamkeit erlebt der Junge familiäre Gewalt als Alltäglichkeit. Nachdem sein über alles geliebter Hund stellvertretend vom Stiefvater erschlagen wird, reagiert er auf nichts mehr. Er spricht nicht mehr, ißt nicht mehr und landet in der Psychiatrie. Zum "Zombie" mutiert, vermittelt er im Rückblick seinen Leidensweg.
1 Junge, 1 Deko
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OPFER EINER VERSCHWÖRUNG
In ihrer Jugend wurde sie als Dienstmädchen ahnungslos vor den Augen vieler Internatsschüler von einem Pubertierenden, der sich wichtig machen wollte, defloriert. Den Schock hat sie noch im Alter nicht überwunden. Nun wartet sie auf den 'jungen Gott', der die Verbote gebrochen hatte.
In dem Einakter beschreibt T. Weissenborn eine einfache, katholisch erzogene Frau, der es durch ihren Glauben nicht gelingt, Menschen und Sachverhalte in ihrer Umgebung einzuordnen.
1 D, 1 Deko
UA: 15 September 1994, Landestheater Altenburg, Regie: Einhold Ulrych
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Weitere Einakter von Theodor Weißenborn: PRO ECCLESIA, ZU DEN KELLERBRÜCHEN, DER PAPI, PREDIGT FÜR ALLE TAGE IM JAHR, WAISENKINDES HERZELEID.
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Kühe
hüten kann Danilko nicht. Der Träumer läßt sie einfach
weglaufen. Wütend bringt der Verwalter diesen träumenden Dürrling
zu Meister Prokopjew, dem Malachitschleifer, in die Lehre. Danilko lernt
schnell. Bald übertrifft er die Handwerkskunst seines Meisters. Dennoch
bleibt er unzufrieden. Wie magisch angezogen will er zur Herrin des Schlangenberges,
um die wahre Kunst zu erlernen, aus Stein gefertigte Blumen und Tiere so
lebensecht wie möglich nachzubilden. Verzweifelt wartet seine Verlobte
Kati auf seine Rückkehr. Die Dorfbewohner machen der alleinstehenden
Frau das Leben zur Hölle. Entschlossen macht sich Kati auf die Suche
nach Danilko.
Laura Blaschays Bearbeitung überzeugt nicht nur in der einfühlsamen
Führung der Personen. Erstaunlich leicht und beinah heiter geht sie
der Frage nach, wie wirklichkeitsgetreu läßt sich die Natur vom
Menschen nachbilden. Meisterhaft ist es ihr gelungen, aus der Märchenvorlage
poetische Bühnensituationen zu entwickeln, die berühren und mitfühlen
lassen. Ein Stück nicht nur zur Weihnachtszeit für die ganze Familie.
6
D, 7 H, 1 Grunddeko
UA: 15.11.1996, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Regie: Götz Loepelmann
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Nach Jahren kommen die Geschwister Nevena und Dimo aus der Großstadt auf den einfachen Bauernhof ihrer Kindheit zurück, den ihr Bruder Michail nach dem Tod der Eltern übernommen hat. Nie verheilte Wunden werden weiter aufgerissen. Schmerzhaft durchleben die Geschwister auch die Erinnerung an ihre 'Wurzeln'. Dabei entdecken sie, warum die Familie auseinanderbrach: durch einen grauenvollen Kinderscherz.
Jana
Dobreva erzählt von Menschen, die in Traditionen leben aber auf ein
anderes, ein neues, modernes Leben hoffen.
Beim 1. Europäischen Dramatiker Wettbewerb wurde Jana Dobreva für
dieses Stück ein 5. Preis zugesprochen.
4 D, 3 H, 1 Deko
UA FREI!
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von Radoslaw Figura
Aus dem Polnischen von Peter Ball
Das Hüten und Füttern der Fliegen draußen vor der Stadt scheint die einzige Beschäftigung des alten Einsiedlers zu sein. In diese friedliche Welt bricht der junge Abel. Gewalt und Grausamkeit halten Einzug. Figura erzählt in seinem spannenden Stück von Generationen, die sich kaum noch verständigen können. Zu unterschiedlich sind die Lebenserfahrungen, die Ängste und Bedürfnisse. Selbst die Sprache kann keine Brücke mehr sein. Das Stück wurde als polnischer Beitrag für den 1. Europäischen Dramatiker Wettbewerb nominiert.
3
H, 1 Deko
UA: 1. Oktober 1994 Staatstheater Kassel, TIF
Regie: Mario Holetzeck
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Als
hoher Offizier in der Sowjetunion hat Irinas Vater Karriere gemacht. Gegenwärtig
beherbergt er noch immer Irina mit ihrem Mann Slawa. Das Ehepaar hat sich
auseinandergelebt und neue Lebenspartner ins Haus geholt. Das frühere
satte Leben der Familie spiegelt sich nur noch in den Orden des schwachsinnig
gewordenen Vaters. Widerstandslos, fast gleichgueltig, leben sie in ein 'neues'
Rußland hinein. Nur die baeuerliche Pflegerin nimmt eine Veraenderung
vor. "Jedes neue Leben ist nur eine Fortsetzung des alten" ueberschreibt
Elena Popowa ihr Stueck und erzaehlt von der Unfaehigkeit der 'Polit-Adligen',
mit den neuen Verhaeltnissen in Rußland zu leben.
Beim 1. Europäischen Dramatiker Wettbewerb wurde Elena Popowa für
dieses Stück ein 1. Preis zugesprochen.
4
D, 3 H, 1 Deko
UA: 7. September 1995, Puschkin Theater, Moskau
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von Sam Snape
Aus dem Englischen von Isabell Lorenz
Um den schwachen Jahresumsatz zu steigern, möchte George seine Tankstelle mit einer Waschanlage ausbauen. Die Bank zeigt sich skeptisch. Doch George will diesen Plan unbedingt verwirklichen. Gleichzeitig stellt seine Frau fest, daß George befremdend vergeßlich ist. Als seine Zerstreutheit immer drastischer wird, sucht sie mit ihm Ärzte auf, die die Alzheimer Krankheit bei ihm feststellen. Seine Frau nimmt den Kampf gegen die Krankheit auf, die bisher weitgehend unerforscht geblieben ist. Sam Snape zeigt die komplizierten Vorgänge, wenn die Pflege des hilflos Erkrankten in der Familie vorgenommen wird. Er beschreibt den Kampf gegen Verfall, Resignation, Wut und Zeit.
Beim 1. Europäischen Dramatiker Wettbewerb wurde Sam Snape für dieses Stück ein 3. Preis zugesprochen.
6 D, 9 H, Grunddeko, Doppelbesetzungen möglich
UA: 27. Oktober 1994, Nationaltheater Weimar
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